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Autonomes Fahren „Made in Saxony“: Chemnitz zeigt seine Technologiekompetenz

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Von der Fahrzeugentwicklung über Sensorik bis zur intelligenten Software: In Chemnitz arbeiten Unternehmen an wesentlichen Technologien für den autonomen Verkehr. Bei einem Besuch im August informierte sich Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar über die Entwicklungen vor Ort und erlebte die Technik bei einer Fahrt im autonomen Shuttle selbst.

Sachsen verfolgt das Ziel, autonome Fahrzeuge bis 2030 in den regulären öffentlichen Personennahverkehr zu integrieren. Welche Kompetenzen dafür bereits in der Region vorhanden sind, zeigte sich beim Besuch der Staatsministerin am 11. August 2026 in Chemnitz.

Chemnitzer Unternehmen gestalten die Mobilität der Zukunft

Bei Hörmann Vehicle Engineering erhielt Regina Kraushaar gemeinsam mit Vertretern der Chemnitz Automated Driving Alliance (CADA) und der Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG) Einblicke in die regionalen Entwicklungen zum automatisierten Straßen- und Schienenverkehr.

Im Mittelpunkt standen unter anderem die technologischen Kompetenzen der Unternehmen FDTech, FusionSystems, IAV und staff-eye.

Sie stehen beispielhaft für das vielfältige Know-how, das in der Region zusammenkommt. Ob Fahrzeugentwicklung, automatisierte Fahrfunktionen, Sensorik, Software oder Systemintegration: Für den späteren Einsatz autonomer Mobilitätsangebote müssen zahlreiche Technologien zuverlässig ineinandergreifen.

Autonome Mobilität wird erlebbar

Wie weit die Entwicklung bereits fortgeschritten ist, zeigte sich auf dem Chemnitzer Garagen-Campus. Dort nahm die Staatsministerin an einer Testfahrt mit einem autonomen Shuttle der staff-eye GmbH teil.

Das vorgestellte Fahrzeug bietet Platz für sechs Personen und veranschaulicht, wie kleinere fahrerlose Fahrzeuge künftig bestehende Verkehrsangebote ergänzen könnten.

Besonders interessant sind solche Lösungen für Regionen, in denen klassische Linienverkehre nur eingeschränkt wirtschaftlich oder flexibel angeboten werden können. Bedarfsgerechte autonome Shuttles könnten hier neue Möglichkeiten für die Anbindung an den öffentlichen Verkehr schaffen.

Bis zu einem regulären Einsatz sind allerdings noch wichtige Fragen zu klären. Neben der technischen Zuverlässigkeit spielen insbesondere die Fahrzeugzulassung, die erforderliche digitale Infrastruktur und geeignete Betriebskonzepte eine zentrale Rolle.

Vom Technologiestandort zum praktischen Einsatz

Mit ihrer industriellen Basis und den Kompetenzen in Softwareentwicklung, Elektronik und Fahrzeugtechnik verfügt die Region Chemnitz über wichtige Voraussetzungen, um die Entwicklung autonomer Mobilität mitzugestalten.

Für die beteiligten Unternehmen entstehen dabei neue Anwendungsfelder, die weit über den klassischen Fahrzeugbau hinausreichen. Gleichzeitig bietet die Zusammenarbeit mit Verkehrsunternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen die Möglichkeit, technologische Lösungen unter realen Bedingungen weiterzuentwickeln.

Der nächste entscheidende Schritt besteht darin, aus verfügbaren Technologien wirtschaftlich tragfähige und genehmigungsfähige Mobilitätsangebote zu entwickeln.

Das Ziel eines regulären Einsatzes autonomer Fahrzeuge im sächsischen ÖPNV bis 2030 gibt dafür eine gemeinsame Richtung vor. Die Aktivitäten in Chemnitz zeigen, welchen Beitrag die regionale Industrie auf diesem Weg leisten kann.

Quellen:

 

Bild: © Thomas Keltsch, AMZ Sachsen